Peter Kurz­ecks Nach­laß­ro­man »Und wo mein Haus? Kde domov můj«

Haus Cajeth Has­pel­gas­se 12, Hei­del­berg, Ger­ma­ny

»Und wo mein Haus? Kde domov můj« ist das drit­te Buch, das nach Peter Kurz­ecks Tod als Roman­frag­ment aus dem Nach­laß erschien. Geplant war der Roman von Peter Kurz­eck als ach­ter Band sei­nes auf zwölf Bän­de ange­leg­ten auto­bio­gra­phisch-poe­ti­schen Zyklus »Das alte Jahr­hun­dert«. Der Her­aus­ge­ber Rudi Deub­le stellt das Buch und sei­ne Ent­ste­hungs­ge­schich­te vor, berich­tet über den Nach­laß.

Tho­mas Hett­che: »Sin­ken­de Ster­ne«

Stadt­bü­che­rei Hei­del­berg Post­stra­ße 15, Hei­del­berg, Ger­ma­ny

Tho­mas Hett­che erzählt, wie er nach dem Tod sei­ner Eltern in die Schweiz reist, um das Feri­en­haus zu ver­kau­fen, in dem er sei­ne Kind­heit ver­bracht hat. Doch was rea­lis­tisch beginnt, wird schnell zu einer fan­tas­ti­schen, mär­chen­haf­ten Geschich­te, in der nichts ist, was es zu sein scheint. Im Kern aber kreist die musi­ka­li­sche Pro­sa die­ses gro­ßen Erzäh­lers um die Fra­gen, wel­cher Trost im Erzäh­len liegt und was es in den Umbrü­chen unse­rer Zeit zu ver­tei­di­gen gilt.

Ali­ce Bri­tos Debut­ro­man »Die Geschich­te ist wie das Feu­er«. Por­tu­gal unter der Sala­­zar-Dik­­ta­­tur

Haus Cajeth Has­pel­gas­se 12, Hei­del­berg, Ger­ma­ny

Don­ners­tag, 25. April 2024, 19 Uhr Muse­um Haus Cajeth »Die Geschich­te ist wie das Feu­er«. Ali­ce Bri­tos erstaun­li­cher Debut­ro­man »As Mul­he­res da Fon­te Nova« Die poli­ti­sche und sozia­le Geschich­te Por­tu­gals unter der Sala­zar-Dik­ta­tur bil­det den Rah­men für Ali­ce Bri­tos in Setú­bal ange­sie­del­ten Roman »As Mul­he­res da Fon­ta Nova«. Die Hand­lung setzt ein zur Zeit des […]

Paso­li­ni und der Cal­cio

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Pier Pao­lo Paso­li­ni (1922–1975) war Anti­fa­schist und Pro­vo­ka­teur, ein gro­ßer Film­re­gis­seur, bedeu­ten­der Dich­ter, Roman­cier und Intel­lek­tu­el­ler – und er war lei­den­schaft­li­cher Fuß­ball­fan und ein mit allen Was­sern gewa­sche­ner Kicker. Für ein Fuß­ball­spiel ver­schob der Ver­äch­ter von Mas­sen­kul­tur und Kapi­ta­lis­mus sogar Dreh­ar­bei­ten. »Nie lädt man mich ein, einen Vor­trag über Fuß­ball zu hal­ten, obwohl ich dafür doch bes­tens gewapp­net bin. Sport­ler sind nicht sehr gebil­det und die Gebil­de­ten sind nicht sehr sport­lich. Aber ich bin eine Aus­nah­me.«

Achim Engst­ler: »Kaf­kas komi­sche Sei­ten«. Zum 100. Todes­tag

Haus Cajeth Has­pel­gas­se 12, Hei­del­berg, Ger­ma­ny

Franz Kaf­ka, des­sen Todes­tag sich am 3. Juni zum hun­derts­ten Mal jährt, hat­te recht: »Ich bin sogar als gros­ser Lacher bekannt«. Kaf­kas Lach­an­fäl­le waren legen­där. Sie stör­ten sei­ne eige­nen Lesun­gen, brach­ten ihn bei sei­nem Beam­ten­job in die Bre­douil­le, und selbst beim Pes­sach­fest mit der Fami­lie wur­de er von Lach­krämp­fen geschüt­telt. Den­noch domi­nier­ten bis­her Les­ar­ten, die mit Kaf­ka u.a. eine lebens­feind­li­che Phi­lo­so­phie zu illus­trie­ren such­ten. Dage­gen ist nichts zu sagen, jede Zeit hat ihren Kaf­ka. Nur hat kei­ne den gan­zen. Kaf­ka bleibt Kaf­ka, ein ruhe­lo­ser, zwang­haft schei­tern­der Mensch, ein Schrift­stel­ler, zu des­sen Kos­mos Fol­ter- und Sui­zid­phan­ta­sien gehö­ren, Para­beln unend­li­cher Suche und Maschi­nen, die durch Schrift töten.