2026-08-17T00:00:00+02:00
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Don­ners­tag, 11. Juni 2026, 19 Uhr
Haus Cajeth

Céci­le Wajs­brot liest aus »Offe­ner Him­mel«.
Vor­stel­lung des Romans im Gespräch mit den Über­set­zern

Im Mai 1961 stürzt in der alge­ri­schen Wüs­te ein Flug­zeug ab. Nie­mand über­lebt. Die Erzäh­le­rin erin­nert sich an eine Freun­din ihrer Eltern, die sie als Kind ken­nen­ge­lernt hat­te, von der sie aber nur noch ein altes Foto hat, und die manch­mal bei ihnen zu Hau­se auf­tauch­te, bevor sie für län­ge­re Zeit in die Fer­ne ging. Jedes Mal, wenn sie zurück­kehr­te, brach­te sie einen Hauch von Aben­teu­er in das Leben des Kin­des. Eines Tages kam die Frau, die Ste­war­dess auf jenem Flug war, nicht mehr zurück.
Ihr Schick­sal beschäf­tigt die Erzäh­le­rin seit Jah­ren wie eine nie ver­heil­te Wun­de. Sie war ihre Paten­tan­te, ihre »Rei­se­fee«. Doch bei jedem Ver­such, sich die­sem Geheim­nis zu nähern, hat sie das Gefühl, einen ver­bo­te­nen Bereich zu betre­ten. Ihre Ermitt­lun­gen füh­ren die Erzäh­le­rin zu der Annah­me, dass der Absturz des Air-France-Flug­­­zeugs viel­leicht kein Unfall war. Hat­te er poli­ti­sche Grün­de ?

Wie häu­fig in Céci­le Wajs­brots Büchern kom­men­tie­ren ver­schie­de­ne Stim­men die Haupt­ge­schich­te: zum Wunsch der Men­schen seit Ika­rus, zu flie­gen, zu ihrer Vor­lie­be für den Him­mel und die Vögel, die ihn bevöl­kern, zu Film­ka­ta­stro­phen, zum Absturz und zum Über­gang in die ande­re Welt.
Eine zau­ber­haf­te lite­ra­ri­sche Ergrün­dung eines der vie­len Geheim­nis­se des mensch­lichen Schick­sals.

 

© pri­vat

Céci­le Wajs­brot, 1954 in Paris gebo­ren, schreibt Roma­ne — manch­mal auch Essays und Hör­spie­le. Sie über­setzt aus dem Eng­li­schen (u. a. Vir­gi­nia Woolf) und aus dem Deut­schen (u. a. Mar­cel Bey­er, Peter Kurz­eck). Sie lebt abwech­selnd in Paris und in Ber­lin.
2007 war sie Gast des Ber­li­ner Künst­ler­pro­gramms des DAAD. Seit 2017 ist Sie Mit­glied der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung sowie seit 2019 der Aka­de­mie der Küns­te in Ber­lin. 2014 erhielt sie den Eugen-Hel­m­lé-Über­­­se­t­­zer­­preis, 2016 den Prix de l›Académie de Ber­lin. 2024 erhielt sie den Grand Prix de Lit­té­ra­tu­re Hen­ri Gal und den Alek­sand­ar Tiś­ma Inter­na­tio­nal Pri­ze. Im sel­ben Jahr wur­de sie für ihren Roman »Never­mo­re« mit dem Lite­ra­tur­preis der Darm­städ­ter Jury aus­ge­zeich­net.

Hol­ger Fock und Sabi­ne Mül­ler über­set­zen seit 30 Jah­ren fran­zö­si­sche Lite­ra­tur u. a. von Patrick Deville, Mathi­as Énard, Alain Maban­ck­ou, Oli­vi­er Rolin, Moha­med Mbou­gar Sarr, Céci­le Wajs­brot und Antoine Volo­di­ne.
Für ihre Arbeit erhiel­ten sie vie­le Aus­zeich­nun­gen, dar­un­ter 2011 den Eugen-Hel­m­lé-Über­­­se­t­­zer­­preis, 2023 den Inter­na­tio­na­len Lite­ra­tur­preis des Hau­ses der Kul­tu­ren der Welt und den Paul-Celan-Preis des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds.

Zum Buch
Céci­le Wajs­brot, Offe­ner Him­mel. Aus dem Fran­zö­si­schen über­setzt von Hol­ger Fock und Sabi­ne Mül­ler. Göt­tin­gen, Wall­stein Ver­lag 2026.
181 Sei­ten, 23 Euro. ISBN 978–3‑8353–5982‑6

wann & wo

Don­ners­tag, 11. Juni 2026, 19 Uhr
Muse­um Haus Cajeth
Has­pel­gas­se 12
69117 Hei­del­berg

Ein­tritt: 8 Euro, ermä­ßigt 5 Euro

Mit Unter­stüt­zung von Hassbecker’s Gale­rie & Buch­hand­lung und der Gesell­schaft der Freun­de des Muse­ums Haus Cajeth e.V.

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