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Don­ners­tag, 25. April 2024, 19 Uhr
Muse­um Haus Cajeth

»Die Geschich­te ist wie das Feu­er«. Ali­ce Bri­tos erstaun­li­cher Debut­ro­man »As Mul­he­res da Fon­te Nova«

Die poli­ti­sche und sozia­le Geschich­te Por­tu­gals unter der Sala­­zar-Dik­­ta­­tur bil­det den Rah­men für Ali­ce Bri­tos in Setú­bal ange­sie­del­ten Roman »As Mul­he­res da Fon­ta Nova«. Die Hand­lung setzt ein zur Zeit des Spa­ni­schen Bür­ger­kriegs, am Vor­abend des Zwei­ten Welt­kriegs, und führt durch Jahr­zehn­te faschis­ti­scher Herr­schaft und gesell­schaft­li­cher Kämp­fe – vom kom­mu­nis­ti­schen Wider­stand gegen den Faschis­mus über den Wahl­kampf Hum­ber­to Del­ga­dos – bis zur erfolg­rei­chen Nel­ken­re­vo­lu­ti­on.

Zwei Frau­en­fi­gu­ren, Maria João und Armin­da, ste­hen dabei im Zen­trum. Sie sind Außen­sei­te­rin­nen aus dem­sel­ben Grund, ihrem außer­ehe­li­chen Ver­hält­nis zum Sohn eines fran­zö­si­schen Fabrik­be­sit­zers der Stadt. Bei Maria João, der noch min­der­jäh­ri­gen Arbei­te­rin in einer Fisch­kon­ser­ven­fa­brik, führt dies zur unge­woll­ten Schwan­ger­schaft, zu gesell­schaft­li­cher Äch­tung und der spä­te­ren Ehe mit einem sadis­ti­schen Koh­le­händ­ler; bei Armin­da, die früh adop­tiert wur­de und in der Fol­ge eher zu den Pri­vi­le­gier­ten gehört, zur Flucht nach Lis­sa­bon, in die Anony­mi­tät, spä­ter zur Ehe mit einem wohl­ha­ben­den Wit­wer. Und doch wer­den sie eines Tages auch zu Kon­kur­ren­tin­nen.

Eine beson­de­re Rol­le kommt in Ali­ce Bri­tos Roman dem Ort selbst zu: Setú­bal, geschmäh­te Pro­vinz­stadt im Schat­ten Lis­sa­bons und der Stolz ihrer meist armen Bewoh­ner, ist mehr als nur Hin­ter­grund, wird bei­na­he zur eige­nen dra­ma­ti­schen Per­son, etwas wie der Chor in der grie­chi­schen Tra­gö­die.

Der Roman wird vor­ge­stellt von Ali­ce Bri­tos Über­set­zer Mar­kus Sahr.

wann & wo

Don­ners­tag, 25. April 2024, 19 Uhr
Vor­trags­saal Muse­um Haus Cajeth
Has­pel­gas­se 12
69117 Hei­del­berg

Ein­tritt: 8 Euro, ermä­ßigt 5 Euro

Eine Ver­an­stal­tung gemein­sam mit der »Welt­le­se­büh­ne« sowie mit Unter­stüt­zung von Hassbecker’s Gale­rie & Buch­hand­lung und der Gesell­schaft der Freun­de des Muse­ums Haus Cajeth e.V.