2026-08-23T00:00:00+02:00

Jochen Hörisch: »Schöpft des Dich­ters rei­ne Hand« – Goe­thes Leit­mo­tiv

Haus Cajeth Has­pel­gas­se 12, Hei­del­berg

Goe­thes Werk kreist, so die The­se des Vor­trags, obses­siv um ein Leit­mo­tiv: das der Hand. Götz von Ber­li­chin­gen mit der eiser­nen Hand, ein Gelehr­ter mit dem tel­ling name Faust, ein tra­gi­scher Held, der Hand an sich legt, weil er kei­ne Aus­sich­ten hat, die Hand einer gelieb­ten Frau zu gewin­nen und mit ihr Hand in Hand durchs Leben zu gehen – nicht nur die­se Figu­ren fra­gen danach, inwie­weit sie ihr Leben selbst in der Hand haben. Die tra­dier­te For­mel, daß »alles« in Got­tes Hand liegt, ver­liert in der Goe­the­zeit an Plau­si­bi­li­tät. Wie Goe­thes Werk dar­auf reagiert, möch­te der Vor­trag erkun­den.

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