2026-08-24T00:00:00+02:00

Jörg Riecke: Luther, die Bibel­über­set­zung und die deut­sche Spra­che

Haus Cajeth Has­pel­gas­se 12, Hei­del­berg

In der deut­schen Sprach­ge­schich­te gibt es kaum einen ande­ren Autor, des­sen sprach­li­ches Wir­ken so eng mit der deut­schen Spra­che ver­knüpft wur­de, wie dies für Mar­tin Luther der Fall ist. Von Anfang an wur­de das Sprach­er­eig­nis Luther zum Inbe­griff deut­scher Kul­tur, gar zum Geburts­er­eig­nis der Spra­che selbst über­höht, sein Stil von den einen nach­ge­ahmt, von den ande­ren ver­höhnt. Luther zwingt zur Posi­tio­nie­rung, offen­sicht­lich auch in der Sprach­wis­sen­schaft. Im Mit­tel­punkt der Argu­men­ta­tio­nen steht immer wie­der die Bibel, als wich­tigs­tes Über­set­zungs­werk Luthers. Sie ist jedoch nur eine, wenn­gleich her­aus­ge­ho­be­ne Text­sor­te im Wir­ken des Refor­ma­tors.

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