2026-08-06T00:00:00+02:00
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Don­ners­tag, 25. Sep­tem­ber 2025, 19 Uhr
Stadt­bü­che­rei Hei­del­berg, Hil­­de-Domin-Saal

Über­set­zer­preis Gin­k­­go-Bilo­­ba für Lyrik 2025 an Rena­te Schmid­gall

Foto: © pri­vat

Die in Darm­stadt leben­de Über­set­ze­rin, Autorin und Her­aus­ge­be­rin Rena­te Schmid­gall wird für ihr Lebens­werk mit dem dies­jäh­ri­gen ›Über­set­zer­preis Gin­k­­go-Bilo­­ba für Lyrik‹ aus­ge­zeich­net.

Das noch in ihre Heil­bron­ner Gym­na­si­al­zeit fal­len­de Erler­nen des Rus­si­schen, die frü­he Lek­tü­re von Pusch­kin- und Jes­­sen­in-Gedich­­ten sowie Erzäh­lun­gen von Tschechow und Isaac Babel brach­ten Rena­te Schmid­gall zum Stu­di­um der Sla­vis­tik an der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg. Neben das Rus­si­sche und Tsche­chi­sche trat das Pol­ni­sche. Die zwölf Jah­re wäh­ren­de Mit­ar­beit an Karl Dede­ci­us’ Deut­schem Polen-Ins­ti­­tut in Darm­stadt lie­ßen Spra­che, Kul­tur und Geschich­te unse­res Nach­bar­lan­des zu ihrer Haupt­be­schäf­ti­gung wer­den. Das lite­ra­ri­sche Leben in die­sem Haus, die Besu­che pol­ni­scher Autoren wie Adam Zaga­jew­ski brach­ten Rena­te Schmid­gall zum Über­set­zen. Durch bald drei Jahr­zehn­te hat sie als Frei­be­ruf­le­rin kon­ti­nu­ier­lich künst­le­risch anspruchs­volls­te Wer­ke aus der pol­ni­schen Gegen­warts­li­te­ra­tur ins Deut­sche gebracht. Ein­zig­ar­tig ist ihr gro­ßes Enga­ge­ment für die Über­set­zung und Nach­dich­tung pol­ni­scher Lyrik.


Preis­ver­lei­hung am 25. Sep­tem­ber 2025

Die fest­li­che Ver­lei­hung unter der Schirm­herr­schaft von Ober­bür­ger­meis­ter Prof. Dr. Eck­art Würz­ner ist am Don­ners­tag, dem 25. Sep­tem­ber 2025, 19 Uhr, im Hil­­de-Domin-Saal der Stadt­bü­che­rei Hei­del­berg. Die Lau­da­tio hält Prof. Dr. Rena­ta Makars­ka (Johan­nes Guten­­berg-Uni­­ver­­­si­­tät Mainz in Ger­mers­heim).


Rena­te Schmid­gall

Rena­te Schmid­gall, gebo­ren 1955 in Heil­bronn. Stu­di­um der Sla­wis­tik und Ger­ma­nis­tik in Hei­del­berg (M.A.). 1983–1996 Mit­ar­bei­te­rin am Deut­schen Polen-Ins­ti­­tut Darm­stadt. Seit 1996 freie Über­set­ze­rin aus dem Pol­ni­schen, u. a. von Kry­sty­na Dąbrows­ka, Tade­usz Dąbrow­ski, Jacek Deh­nel, Zbi­gniew Her­bert, Urs­zu­la Honek, Paweł Huel­le, Mar­zan­na Kielar, Michał Książek, Mikołaj Łoziń­ski, Andrzej Sta­si­uk, Wisła­wa Szym­borska, Adam Zaga­jew­ski. Als Autorin publi­zier­te sie in Akzen­te, FAZ, Sinn und Form und ande­ren Zeit­schrif­ten, 2018 erschien in Poz­nań der zwei­spra­chi­ge Gedicht­band Pojechać do Weins­berg / Nach Weins­berg fah­ren, 2025 der Band Kein Ver­lass auf Uhren und Gestir­ne. Rena­te Schmid­gall erhielt als Über­set­ze­rin fol­gen­de Aus­zeich­nun­gen: 2001 Jane-Sca­t­c­­herd-Preis der Ledig-Rowohlt-Stif­­tung, 2006 Euro­päi­scher Über­set­zer­preis der Stadt Offen­burg, 2009 Karl-Dede­ci­us-Preis, 2015 Preis des Pol­ni­schen PEN-Clubs, 2017 Johann-Hein­rich-Voß-Preis der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung, 2023 Preis der pol­ni­schen Autoren­ver­ei­ni­gung ›Zaiks‹.


Gedicht-Über­­­se­t­­zu­n­­gen
(Aus­wahl)

Piotr Som­mer: Im Dun­keln auch. Ber­lin: Matthes & Seitz, 2010.
Wisła­wa Szym­borska: Glück­li­che Lie­be und ande­re Gedich­te. Zus. mit Karl Dede­ci­us. Ber­lin: Suhr­kamp, 2012.
Adam Zaga­jew­ski: Unsicht­ba­re Hand. Mün­chen: Han­ser, 2012.
Tade­usz Dąbrow­ski: Die Bäu­me spie­len Wald. Mün­chen: Han­ser, 2014.
Zbi­gniew Her­bert: Gesam­mel­te Gedich­te. Zus. mit Karl Dede­ci­us u. a. Ber­lin: Suhr­kamp, 2016.
Rys­zard Kry­ni­cki: Sehen wir uns noch? Zus. mit Karl Dede­ci­us und Esther Kin­sky. Mün­chen: Han­ser, 2017.
Adam Zaga­jew­ski: Asym­me­trie. Mün­chen: Han­ser, 2017.
Kry­sty­na Dąbrows­ka: Aus­tausch der Fens­ter. Ottens­heim: Edi­ti­on Than­häu­ser, 2018.
Mar­zan­na Kielar: Lass uns die Nacht. Mün­chen: Han­ser, 2020.
Tade­usz Dąbrow­ski: Wenn die Welt schläft. Frank­furt a. M.: Schöff­ling, 2022.
Wisła­wa Szym­borska: Gesam­mel­te Gedich­te. Zus. mit Karl Dede­ci­us. Ber­lin: Suhr­kamp, 2023.
Adam Zaga­jew­ski: Das wah­re Leben. Mün­chen: Han­ser, 2024.


wann & wo

Don­ners­tag, 25. Sep­tem­ber 2025, 19 Uhr
Stadt­bü­che­rei Hei­del­berg, Hil­­de-Domin-Saal
Post­stra­ße 15
69115 Hei­del­berg

Ein­tritt: frei

Der ›Freun­des­kreis Lite­ra­tur­haus Hei­del­berg e.V.‹ dankt

 

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