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Faschings­diens­tag, 13. Febru­ar 2024, 19 Uhr
Muse­um Haus Cajeth

Sofie Mor­in liest aus
Fritz von Her­z­­ma­­novs­ky-Orlan­­do: »Der Gaul­schreck im Rosen­netz«

Fritz von Her­z­­ma­­novs­ky-Orlan­­do (1877–1954) hat mit »Der Gaul­schreck im Rosen­netz« dem kai­ser­li­chen Alt-Öster­­reich ein unver­gess­li­ches Denk­mal geschaf­fen. Gro­tesk, sati­risch und unglaub­lich komisch.

Eigent­lich beginnt alles ganz harm­los: Der patrio­ti­sche Jaro­mir von Eyn­huf beschließt, sei­nem Lan­des­va­ter zu des­sen Regie­rungs­ju­bi­lä­um sei­ne Milch­zahn­samm­lung zu ver­eh­ren. Doch die Samm­lung ist nicht kom­plett. Auf der Jagd nach dem letz­ten Milch­zahn gerät der Sekre­tär des Hof­­trom­­mel-Depots in Kaka­ni­en, wie es leibt und lebt!

»Was gab’s da alles für den scheu­en Sekre­tär zu sehen: Har­le­ki­ne und Nym­phen, feis­te Pom­pa­dou­re und gro­tes­ke Rit­ter einer miss­ver­stan­de­nen Schnupf­ta­baks­go­tik, sich behend zu den Wei­sen dre­hend, die der belieb­te Diri­gent Floh­hirt dem Orches­ter abzu­ja­gen wuss­te. Jaco­bäa Guck­ei­sen, die ewig jun­ge Tra­gö­din, war als kapri­zi­ös geklei­de­ter Fasan gekom­men, mit barock nicken­dem, gol­de­nem Feder­schmuck am etwas zu klei­nen Haup­te. Ihre weit aus­ein­an­der­ste­hen­den Augen blick­ten selt­sam starr wie aus Horn geschnit­ten auf einen Herrn, der, als Nacht­käst­chen mas­kiert, sie unab­läs­sig ver­folg­te. Sein Kopf war als Lam­pe dra­piert, dane­ben ein Glas Was­ser.«

Es liest: Sofie Mor­in, gebür­ti­ge Wie­ne­rin, seit 20 Jah­ren im Raum Hei­del­berg, als Autorin der UNESCO Lite­ra­tur­stadt Teil­neh­me­rin der Pro­jek­te »Expe­di­ti­on Poe­sie« & »Green House«, 2023 Preis­trä­ge­rin Hei­del­ber­ger Autor:innenpreis.

 

wann & wo

Faschings­diens­tag, 13. Febru­ar 2024, 19 Uhr
Vor­trags­saal Muse­um Haus Cajeth
Has­pel­gas­se 12
69117 Hei­del­berg

Ein­tritt frei

Die Ver­an­stal­tung wird unter­stützt von Hassbecker’s Gale­rie & Buch­hand­lung und der Gesell­schaft der Freun­de des Muse­ums Haus Cajeth e.V.