2026-09-05T00:00:00+02:00
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Don­ners­tag, 7. Mai 2026, 19 Uhr
Muse­um Haus Cajeth

Die Kor­re­spon­denz Carl Zuck­may­er / Peter Suhr­kamp
Vor­ge­stellt vom Her­aus­ge­ber Gun­ther Nickel

Mit Carl Zuck­may­ers Wech­sel vom Ull­stein Ver­lag zum S. Fischer Ver­lag nahm 1935 eine enge Freund­schaft mit Peter Suhr­kamp ihren Anfang, wie die­ser Brief­wech­sel doku­men­tiert.
Nach der »Ari­sie­rung« des Ull­stein Ver­lags 1934 fand Carl Zuck­may­er, einer der erfolg­reichs­ten Dra­ma­ti­ker der Wei­ma­rer Repu­blik, im S. Fischer Ver­lag eine neue ver­le­ge­ri­sche Hei­mat. Dort war Peter Suhr­kamp sein wich­tigs­ter Ansprech­part­ner bei der Vor­be­rei­tung der schließ­lich von den NS-Behör­­den ver­bo­te­nen Ver­öf­fent­li­chung des Romans »Sal­wà­re oder die Mag­da­le­na von Bozen«. Damit nahm eine enge Freund­schaft ihren Anfang. Sie war nicht zuletzt die Basis dafür, dass Zuck­may­er nach dem Zwei­ten Welt­krieg eben­so wie Ber­tolt Brecht die Ver­hand­lun­gen mit deut­schen Thea­tern über die Ver­ga­be von Auf­füh­rungs­rech­ten sei­ner Stü­cke ohne jedes Zögern Peter Suhr­kamp anver­trau­te. Umge­kehrt such­te Suhr­kamp Zuck­may­ers Rat, als sich nach der Wäh­rungs­re­form abzeich­ne­te, dass eine ursprüng­lich beab­sich­tig­te Zusam­men­füh­rung des von 1936 an von Suhr­kamp gelei­te­ten S. Fischer Ver­lags in Deutsch­land mit dem von Gott­fried Ber­mann Fischer gelei­te­ten Ver­lags­teil, der ins Exil gezwun­gen wor­den war, wegen wach­sen­der Dif­fe­ren­zen schei­tern wird.

Gun­ther Nickel, geb. 1961, lehrt als außer­plan­mä­ßi­ger Pro­fes­sor Neue­re Deut­sche Lite­ra­tur­ge­schich­te an der Uni­ver­si­tät Mainz. 2018 hat er das Früh­werk von Peter Hacks in fünf Bän­den her­aus­ge­ge­ben, 2005, zusam­men mit Alex­an­der Weigel, eine fünf­bän­di­ge Aus­ga­be »Gesam­mel­ter Schrif­ten« Sieg­fried Jacob­sohns. Er edier­te dar­über hin­aus eine Rei­he von Brief­wech­seln Carl Zuck­may­ers, u.a. die mit Albrecht Joseph, Alex­an­der Ler­­net-Holenia und Theo­dor Heuss, sowie Zuck­may­ers »Deutsch­land­be­richt für das Kriegs­mi­nis­te­ri­um der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka« (2004, zus. mit Johan­na Schrön und Hans Wage­ner) und Zuck­may­ers »Geheim­re­port« (2002, zus. mit Johan­na Schrön).

Zum Buch
Carl Zuck­may­er / Peter Suhr­kamp. Brief­wech­sel 1935–1959. Her­aus­ge­ge­ben von Gun­ther Nickel. Göt­tin­gen: Wall­stein, 2026. 424 Sei­ten. 44 Euro.

wann & wo

Don­ners­tag, 7. Mai 2026, 19 Uhr
Muse­um Haus Cajeth
Has­pel­gas­se 12
69117 Hei­del­berg

Ein­tritt: 8 Euro, ermä­ßigt 5 Euro

Mit Unter­stüt­zung von Hassbecker’s Gale­rie & Buch­hand­lung und der Gesell­schaft der Freun­de des Muse­ums Haus Cajeth e.V.

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