2026-08-23T00:00:00+02:00

Franz Macie­jew­ski: »Die Tor­hei­ten des Fran­cis­co Goya«. Pro­sa­ge­dich­te zu den ›Dis­pa­ra­tes‹

Haus Cajeth Has­pel­gas­se 12, Hei­del­berg

Die Fol­ge der ›Dis­pa­ra­tes‹ (gewöhn­lich mit ›Tor­hei­ten‹ über­setzt) ist die letz­te und zugleich unzu­gäng­lichs­te unter den Radie­rungs­fol­gen Goyas, die sein Kas­san­dra­wis­sen von der Moder­ne zu einem Abschluß bringt. Die­ses Wis­sen ist bedrü­ckend. Die Traum­ge­sich­te des Sieb­zig­jäh­ri­gen – 18 Sze­nen von der Grund­far­be Schwarz – las­sen sich lesen als Sta­tio­nen einer Rei­se durch Absur­di­stan. Auf dem gefähr­li­chen Weg durch die­ses Zwie­land des Mensch­li­chen-All­zu­mensch­li­chen erweist sich Goya indes als ein ver­läß­li­cher Füh­rer.

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