2026-08-24T00:00:00+02:00

Rolf-Bern­hard Essig: Wer klagt an? »J’Accuse …!« und die Geburts­stun­de der Intel­lek­tu­el­len

Anti­qua­ri­at Hatry Haup­stra­ße 119, Hei­del­berg

Bös­ar­ti­ge Kari­ka­tu­ren, Het­ze und Ver­leum­dun­gen in den Medi­en, wüten­de Groß­de­mons­tra­tio­nen, poli­ti­scher Kampf bis hin zu Tät­lich­kei­ten und Anschlä­gen, eine extrem pola­ri­sier­te Öffent­lich­keit. Das kommt uns bekannt vor und präg­te doch schon vor etwa 120 Jah­ren das Frank­reich der Affä­re Drey­fus. Mit­ten­drin Émi­le Zola (1840–1902), erfolg­rei­cher und bewun­der­ter Autor. Sein Enga­ge­ment für den auf die Teu­fels­in­sel ver­bann­ten Gene­ral­stäb­ler Alfred Drey­fus (1859–1935), vor allem sein Offe­ner Brief »J’Accuse …!« ver­än­dern nicht nur sein Leben, son­dern das poli­ti­sche Leben bis heu­te. Damals ent­ste­hen das Wort und das Kon­zept des Intel­lek­tu­el­len; damals kommt es auch schon zu Ver­teu­fe­lun­gen, Hei­li­gen­le­gen­den und zu einem fol­gen­rei­chen Sün­den­fall die­ser Form geis­ti­ger und poli­ti­scher Exis­tenz.

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