2026-08-28T00:00:00+02:00
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Don­ners­tag, 22. Okto­ber 2026, 19 Uhr
Stadt­bü­che­rei Hei­del­berg, Hil­­de-Domin-Saal

Über­set­zer­preis Gin­k­­go-Bilo­­ba für Lyrik 2026 an Andre­as Tret­ner

Foto: © pri­vat

Der in Ber­lin leben­de Über­set­zer, Kri­ti­ker und Her­aus­ge­ber Andre­as Tret­ner wird für sei­ne zwei­spra­chi­ge Edi­ti­on der Wer­ke des bul­ga­ri­schen Autors Alek­san­dăr Vutim­ski mit dem dies­jäh­ri­gen ›Über­set­zer­preis Gin­k­­go-Bilo­­ba für Lyrik‹ aus­ge­zeich­net.

Andre­as Tret­ner wur­de an der Uni­ver­si­tät Leip­zig zum Über­set­zer aus­ge­bil­det. Ab 1981 arbei­te­te er zunächst als Fach­über­set­zer in Jena, dann als Lek­tor im Leip­zi­ger Reclam Ver­lag. Vor gut drei Jahr­zehn­ten wech­sel­te er ins frei­be­ruf­li­che Lite­ra­tur­über­set­zen. Heu­te zählt er zu den pro­fi­lier­tes­ten Ver­mitt­lern schwie­rigs­ter rus­si­scher, bul­ga­ri­scher und tsche­chi­scher (Prosa-)Texte. Mit der zwei­spra­chi­gen Edi­ti­on »Gedich­te vom blau­en Jun­gen«, die dem Werk Alek­san­dăr Vutimskis (1919–1943) gewid­met ist, erschließt Andre­as Tret­ner erst­mals umfas­send – auch für Bul­ga­ri­en! – einen Ver­tre­ter der frü­hen bul­ga­ri­schen Moder­ne. Tret­ners Über­set­zung und sein aus auf­wen­di­gen Recher­chen ent­stan­de­ner fas­zi­nie­ren­der werk­bio­gra­phi­scher Begleit­es­say bewe­gen uns Leser, Alek­san­dăr Vutim­ski, der wäh­rend sei­nes kur­zen Lebens kein ein­zi­ges eige­nes Buch ver­öf­fent­li­chen konn­te, als her­aus­ra­gen­de Gestalt der euro­päi­schen Avant­gar­de wahr­zu­neh­men.

Preis­ver­lei­hung am 22. Okto­ber 2026

Die fest­li­che Ver­lei­hung unter der Schirm­herr­schaft von Ober­bür­ger­meis­ter Prof. Dr. Eck­art Würz­ner ist am Don­ners­tag, dem 22. Okto­ber 2026, 19 Uhr, im Hil­­de-Domin-Saal der Stadt­bü­che­rei Hei­del­berg. Die Lau­da­tio hält Prof. Dr. Urs Heft­rich (Uni­ver­si­tät Hei­del­berg).

Andre­as Tret­ner

Andre­as Tret­ner, gebo­ren 1959 in Gera. 1981 Abschluß des Stu­di­ums an der Uni­ver­si­tät Leip­zig als Diplom-Über­­­se­t­­zer für Rus­sisch und Bul­ga­risch. 1981–1985 Fach­über­set­zer in Jena. 1988–1991 Lek­tor für sla­vi­sche Lite­ra­tu­ren im Leip­zi­ger Reclam-Ver­­lag. Seit 1985 ist Tret­ner als lite­ra­ri­scher Über­set­zer tätig (frei­be­ruf­lich seit 1991). 2009 ›Trans­la­tor in Resi­dence‹ am Euro­päi­schen Über­set­zer­kol­le­gi­um Strae­len, an den Uni­ver­si­tä­ten Tübin­gen (2010 und 2012) und Basel (2015); 2020/21 August Wil­helm von Schle­­gel-Gas­t­­pro­­fes­­sor für Poe­tik der Über­set­zung an der FU Ber­lin. Andre­as Tret­ner ist Mit­glied im Ver­band deutsch­spra­chi­ger Über­set­zer lite­ra­ri­scher und wis­sen­schaft­li­cher Wer­ke und Mit­grün­der des PEN Ber­lin. Als Über­set­zer erhielt er u.a. fol­gen­de Aus­zeich­nun­gen: 1998 För­der­preis zum Leip­zi­ger Buch­preis für euro­päi­sche Ver­stän­di­gung, 2001 Paul-Celan-Preis des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds, 2011 und 2020: Inter­na­tio­na­ler Lite­ra­tur­preis Haus der Kul­tu­ren der Welt, 2021 Jane-Sca­t­c­­herd-Preis der Ledig-Rowohlt-Stif­­tung, 2023 Johann-Hein­rich-Voß-Preis der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung, 2025 Pero­­to-Preis des bul­ga­ri­schen Kul­tur­mi­nis­te­ri­ums.

Gedicht-Über­­­se­t­­zu­n­­gen (Aus­wahl)

Daniil Charms: Selt­sa­me Sei­ten. Aus­ge­wähl­te Gedich­te und Geschich­ten für Kin­der. Zus. mit Alex­an­der Nitz­berg. Ber­lin: Bloomsbu­ry, 2009.
Pejo Jawo­row: Den Schat­ten der Wol­ken nach. Lever­ku­sen: C. Wei­her­mül­ler, 1999. Zus. mit ande­ren.
Fedia Fil­ko­va: Nacht­gras. Gedich­te. Aus­ge­wählt und aus dem Bul­ga­ri­schen über­tra­gen von Andre­as Tret­ner. Klagenfurt/Celovec: Dra­va, 2013.
Alek­san­dăr Vutim­ski: Gedich­te vom blau­en Jun­gen. Lyrik und Pro­sa. Bul­ga­risch / deutsch. Hrsg. und über­setzt von Andre­as Tret­ner. Wup­per­tal: Arco, 2025.
Mari­na Zweta­je­wa: Gedich­te. Ber­lin: Suhr­kamp, vor­aus. 2027). Zus. mit ande­ren.
Gedicht-Über­­­se­t­­zu­n­­gen für den all­jähr­li­chen Kin­­der-Lite­ra­­tur­­ka­­len­­der, u.a. von Daniil Charms, Ossip Man­del­s­tam, Pavel Šrut, Radek Malý, Vasyl’ Holoborod’ko.
In Zeit­schrif­ten (u.a. Ostra-Gehe­­ge [Dres­den]) Lyrik von Geor­gi Boris­sow, Dmi­t­ri Oser­ski und Tania Ska­ryn­ki­na.

wann & wo

Don­ners­tag, 22. Okto­ber 2026, 19 Uhr
Stadt­bü­che­rei Hei­del­berg, Hil­­de-Domin-Saal
Post­stra­ße 15
69115 Hei­del­berg

Ein­tritt: frei

Der ›Freun­des­kreis Lite­ra­tur­haus Hei­del­berg e.V.‹ dankt

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