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SUMMARY:Ulrike Draesner: Das Schweigen und das Schreiben
DESCRIPTION:Freitag\, 4. Dezem­ber 2026\, 19 Uhr\nMuse­um Haus Cajeth\nDas Schwei­gen und das Schrei­ben\nUlri­ke Draes­ner liest aus ihren Arbei­ten und spricht mit Felix Chris­ten und Alex­an­der Knopf über den Begriff und die Pra­xis des Über­set­zens\n© Mel­lie Wang \nDas Gren­zen mei­ner Spra­che bedeu­ten die Gren­zen mei­ner Welt. Witt­gen­steins Satz impli­ziert\, dass es so vie­le Wel­ten gibt wie Indi­vi­du­en\, die eine eige­ne Spra­che spre­chen. Unend­lich vie­le Spra­chen\, unend­lich vie­le Gren­zen. Das gesam­te Werk Ulri­ke Draes­ners kreist dar­um\, die­se Gren­zen auf­zu­zei­gen\, neu zu ver­mes­sen\, vor allem aber: Wege zu ihrer Über­win­dung zu suchen.\nJede Über­set­zung ist der Ver­such\, eine Sprach­gren­ze zu über­win­den. Dabei ist die lite­ra­ri­sche oder poe­ti­sche Über­set­zung nur ein Spe­zi­al­fall\, frei­lich einer\, an dem die Unmög­lich­keit eines sol­chen Unter­fan­gens beson­ders deut­lich zuta­ge tritt. Die Tex­te\, aus denen Ulri­ke Draes­ner liest\, erkun­den die Viel­falt unse­rer sprach­li­chen Bezie­hun­gen: zu Sprecher:innen ande­rer Spra­chen\, zu Sprecher:innen unse­rer eige­nen Spra­che\, zu Spre­chern nicht-mensch­li­cher Spra­chen und zu unse­rem eige­nen spre­chend-sprach­lo­sen Selbst. Sie ver­fol­gen die Um‑\, Irr- und Holz­we­ge\, auf die uns jede Über­set­zung führt. \nUlri­ke Draes­ner\, geb. 1962 in Mün­chen\, wur­de für ihre Roma­ne\, Essays und Gedich­te viel­fach aus­ge­zeich­net. Nach dem Roman »zu lie­ben« (2024) und dem Pos­t­epos »pene­lo­pes sch()iff« (2025) ver­öf­fent­lich­te sie jüngst den Band »Radio Silence«\, der von zwei Rei­sen in die Ark­tis erzählt. Zuletzt erhielt Draes­ner den Chris­ti­ne-Lavant-Preis\, den Gise­la-Els­ner-Preis\, den Lite­ra­tur­preis der Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung und den Gro­ßen Preis des Deut­schen Lite­ra­tur­fonds für ihr Gesamt­werk\, das mul­ti­me­dia­le Arbei­ten und Über­set­zun­gen ein­schließt. Ihr Roman »Die Ver­wan­del­ten« war für den Preis der Leip­zi­ger Buch­mes­se nomi­niert. Nach inter­na­tio­na­len Gast­do­zen­tu­ren und Poe­tik­vor­le­sun­gen ist Draes­ner seit 2018 Pro­fes­so­rin am Deut­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut Leip­zig. Sie ist Mit­glied der Ber­li­ner Aka­de­mie der Küns­te\, des PEN Ber­lin und der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung. \nAlex­an­der Knopf ist Lei­ter des lite­ra­tur­wis­sen­schaft­li­chen Bereichs der ›Theo­dor Spring­mann Stif­tung‹ in Hei­del­berg und Mit­her­aus­ge­ber von Hebels »Sämt­li­chen Schrif­ten«. Dane­ben lehrt und forscht er am Ger­ma­nis­ti­schen Semi­nar. Zu sei­nen Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen gehö­ren eine Edi­ti­on von Ele­gi­en aus dem Nach­laß von Gün­ther Anders mit dem Titel »Die Toten­post« (2022)\, eine Edi­ti­on und Inter­pre­ta­ti­on von Nova­lis’ »Hein­rich von After­din­gen« (2015\, 2 Bde.) sowie die bei­den Sam­mel­bän­de »Abschied vom Indi­vi­du­um: Roman­ti­sche Kon­zep­tio­nen von Indi­vi­dua­li­tät und ihre Kri­tik« (2022\, mit Ver­ó­ni­ca Gal­fio­ne) und »Sprach­den­ken in der frü­hen Roman­tik« (2026\, mit Chris­ti­an Ben­ne). \nFelix Chris­ten lehrt Neue­re deut­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft am Ger­ma­nis­ti­schen Semi­nar der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg. 2014–2016 Sti­pen­di­at der Alex­an­der von Hum­boldt-Stif­tung in Frank­furt am Main und Ber­lin und bis 2019 Ober­as­sis­tent am Deut­schen Semi­nar der Uni­ver­si­tät Zürich. Er lehr­te als Max Kade Distin­gu­is­hed Visi­ting Pro­fes­sor an der Brown Uni­ver­si­ty und nahm 2025 an der Johns Hop­kins Uni­ver­si­ty\, 2026 an der Sei­jo Uni­ver­si­ty Gast­pro­fes­su­ren wahr. 2023/24 wur­de er in das Hei­sen­berg-Pro­gramm der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft auf­ge­nom­men und forscht seit­dem an der Uni­ver­si­tät Osna­brück\, ab Herbst 2026 an der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät. Chris­ten ist Vor­stands­mit­glied der Höl­der­lin-Gesell­schaft in Tübin­gen und Juror des Lyrik­prei­ses Meran. \nwann & wo\nFrei­tag\, 4. Dezem­ber 2026\, 19 Uhr\nMuse­um Haus Cajeth\nHas­pel­gas­se 12\n69117 Hei­del­berg \nEin­tritt: 8 Euro\, ermä­ßigt 5 Euro \nMit Unter­stüt­zung von Hassbecker’s Gale­rie & Buch­hand­lung und der Gesell­schaft der Freun­de des Muse­ums Haus Cajeth e.V.
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